Neu im Kino – Black Mass

Am 15. Oktober kommt der Hollywood Streifen „Black Mass“ in die deutschen Kinos. Regisseur Scott Cooper zeichnet in seinem Film das Leben des irisch stämmigen Whitey Bulger nach, der in den 1970 Jahren ein führender Gangsterboss von South Boston ist. Durch einen Deal mit dem FBI gelingt es Bulger, seinen Machenschaften ungehindert nachzugehen und seine Konkurrenten gleichzeitig ans Messer zu liefern. Schlagzeilen machte der Film vorab durch die hervorragende, schauspielerische Leistung von Johnny Depp. Depp besticht durch ein ernstes und zurückgenommenes Spiel, das nichts mit seinen klamaukigen Auftritten der letzten Jahre gemein hat.

Worum geht es in dem Film?

Whitey Bulger (Johnny Depp) wächst gemeinsam mit seinem Freund John Connolly in Boston auf, wo er schon früh Bekanntschaft mit dem langen Arm des Gesetzes macht. Im Laufe der Jahre klettert Bulger immer weiter auf der Karriereleiter des zwielichtigen Milieus empor, während sein Jugendfreund Connolly (Joel Edgerton) Karriere beim FBI macht. Die beiden alten Bekannten gehen einen Deal ein, bei dem Bulger Connolly regelmäßig mit Informationen über Mafia Bosse versorgt und dafür seinerseits der Strafverfolgung entgeht. Für Bulger hat dieser Deal gleich mehrere Vorteile, da er so ungestört seinen Machenschaften nachgehen und gleichzeitig unliebsame Konkurrenten ausschalten kann. Geschickt manipuliert Bulger seine Kontaktpersonen beim FBI und räumt dadurch seine Konkurrenten aus dem Weg. Obwohl sein alter Freund Bulgers doppeltes Spiel nach einer Weile durchschaut, tut er nichts, um seine Vorgesetzten über diese Entwicklungen zu informieren. Somit nimmt das Verderben seinen Lauf.

Was ist das Besondere an diesem Film?

Das Grundkonstrukt der Geschichte, das übrigens auf einer wahren Geschichte basiert, ist stimmig und spannend. Doch was fasziniert ist die Leistung Depps, der wie ein unauffälliger Durchschnittsbürger daher kommt. Verschiedenste Facetten des Menschen Bulger werden dem Zuschauer präsentiert und der Film kommt nie eindimensional daher. Neben Depp demonstriert auch Joel Edgerton eindringlich sein Können. Hier findet man eine detaillierte Filmkritik.

Fazit: Sich den Film „Black Mass“ im Kino anzuschauen lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur wegen Johnny Depps schauspielerischer Leistung, sondern auch wegen der skizzierten Verbindung zwischen Bulger und dem FBI, die zu einer unheiligen Allianz verschmolz. Also, ab ins Kino.

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