Kriegsfilme

Allgemein werden unter dem Begriff „Kriegsfilm“ Spielfilme zusammengefasst, in denen kriegerische Ereignisse entweder im Mittelpunkt des erzählten Plots stehen oder als dramaturgisch wichtiger historischer Hintergrund für die eigentliche Handlung dienen.

Dabei wird der Begriff „Kriegsfilm“ in der Regel nur bei der Thematisierung moderner Kriege und kriegsähnlicher Konflikte verwendet. Vor allem der Zweite Weltkrieg, der Vietnamkrieg und in letzter Zeit zunehmend die Kriege im Nahen Osten waren und sind oft Gegenstand von Kriegsfilmen. Filme mit Kriegsthematik in fiktiven historischen Zusammenhängen wie zum Beispiel „Krieg der Welten“ (2005) zählen nicht zur Kriegsfilmsparte, sondern zu Science Fiction und Fantasy.

Bei Filmen mit einem Bezug auf Kriege vor der Zeit des Ersten Weltkriegs wird üblicherweise wie bei Bondartschuks „Waterloo“ (1970) oder Petersens „Troja“ (2004) die Bezeichnung „Historienfilm“ gewählt. Ausnahme: Filme über den Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) gelten zumindest in den USA als Kriegsfilme. Diese Einordnung basiert vor allem auf der bis heute intensiv wachgehaltenen Bedeutung des Civil War als nationales Schlüsselereignis, die eine ähnliche Historisierung verhindert hat wie es etwa die Napoleonischen Kriege in Europa erfahren haben.

Eine eindeutige Abgrenzung von Kriegs- zu Anti-Kriegsfilmen gibt es nicht. Gute Kriegsfilme haben in der Regel immer auch Antikriegselemente. Allerdings gibt es im B-Movie-Bereich durchaus auch Filme, die sich durch platte Gewaltverherrlichung und bedenkliche Propagierung von militärischer Gewalt als Problemlösungsmittel unrühmlich hervortun.

Die Zahl der Kriegsfilme ist schier unübersehbar. Hier eine kleine Auswahl:
Als erster Kriegsfilm der Kinogeschichte gilt Grifftiths Bürgerkriegsepos „Birth of A Nation“ aus dem Jahr 1915. Über seine cineastische Bedeutung hinaus war die US-amerikanische Verfilmung des Weltkrieg I- Romans „Im Westen nichts Neues“ (1930) von großer zeitpolitischer Bedeutung. Zumindest für Deutschland hatte Wickis Zweiter-Weltkrieg-Film „Die Brücke“ (1959) eine ähnliche Relevanz. Den Vietnam-Krieg brachten zum Beispiel „Die durch die Hölle gehen“ (1978), „Apocalypse Now“ (1979) und „Full Metal Jacket“ (1987) kongenial auf die Leinwand. Berühmte Weltkrieg II-Thematisierungen der jüngeren Zeit sind unter anderen Petersens „Das Boot“ (1981), Annauds Stalingraddrama „Duell-Enemy at the Gates“(2001) und Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ (1998). Bei den Nahostfilmen ragen „Three Kings“ (1999) und „Black Hawk Down“ (2001) heraus.

Auf ikdb.de findet man aktuelle Kriegsfilme im Kino.

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