DVD

Die DVD ist ein multimediales Medium, das in der Lage ist verschiedene Daten, vor allem Video und Audio in hervorragender Qualität zu speichern. Genau diese Eigenschaft unterscheidet den Datenträger von der herkömmlichen CD. Die Datenaufnahme einer DVD ist sieben mal größer als bei einer CD, ansonsten ähneln sich die beiden Speichermedien im Aussehen. DVD ist die Abkürzung für Digital Versatile Disc. Die deutsche Übersetzung für versatile lautet vielseitig. Eigentlich wurde die DVD erst unter dem Namen Digital Video Disc eingeführt.

Doch die DVD setzte sich als ein digitaler Standard durch, weil sie den variierenden Anforderungen der Industriemärkte mittels der vielseitigen Nutzbarkeit gerecht wurde.

Die Filmindustrie benötigte ein Speichermedium, das eine hohe Speicherkapazität für einen vollständigen Film (Movie) mit exzellenter Klangqualität (Dolby Surround / AC-3) aufwies.
Diese hohe Speicherkapazität des DVD Videoformats beträgt maximal 17GByte, ermöglicht durch enge Spiralabstände und kurze Pegeldellen auf beiden Seiten der Oberflächenschichten. Außerdem sollte noch erwähnt werden, dass die Auflösung eines Films auf einer DVD wesentlich höher ist als bei einem primitiven VHS Videos. Zu dem kommt es nicht mehr zu unangenehmen Verschleißverlusten wie bei den Videobändern. Dennoch sind Informationsverluste bei einer unsachgerechten Aufbewahrung einer DVD nicht völlig auszuschließen.

Eine DVD ähnelt im Grunde dem Aufbau einer CD, nur sind die Vertiefungen in der Disc-Oberfläche, die als Pits bezeichnet werden, auf der DVD wesentlich kleiner als bei einer normalen CD. In diesen Pits werden die Dateninformationen durch digitale Werte, nämlich Null und Eins, dargestellt. Damit die hohe Speicherkapazität der DVD erreicht wird, werden also diese sehr kleinen Pits auch noch ganz dicht in einer Spur aneinander gereiht.

Die DVD wurde 1997 auf dem freien Markt eingeführt. Erst erhielt man das DVD Videoformat und die nur lesbare DVD-ROM (Read Only Memory). Nach und nach kamen weitere DVD Formate auf dem Markt, darunter die einmal beschreibbare DVD-R (Recordable) und schließlich die mehrfach beschreibbare DVD-RAM (Random Access Memory) beziehungsweise DVD-RW (Rewritable).

Neben dem DVD Videoformat wurde der Bedarf für Datenträger zur Speicherung von Autorensoftware, Multimedia oder Datenarchivierung in der Computerindustrie mit dem DVD-RAM und DVD-RW erfüllt. Diese beiden Formate betragen meistens max. 4.7GByte, optional werden aber diese auch mit der doppelten Speicherkapazität als doppelseitige DVD angeboten.

Das DVD Audioformat erfreute besonders die Musikindustrie. Obwohl auch eine CD-R Musik von guter Qualität hervorbringt, überbietet die DVD die CD durch mehr Informationsaufnahme, was sich durch längere Spieldauer beziehungsweise größere Erfassung der sogenannten Playlisten auszeichnet.

Nicht zu vergessen ist die Unterhaltungsindustrie mit den immer mehr realistisch wirkenden Spielen, die mit Hilfe der DVD diese Games kommerziell vertreiben kann.

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